Frauen Union würdigt Verdienste von Elisabeth Schwarzhaupt

Wiesbaden/Frankfurt. Die Frauen Union der CDU Hessen würdigt anlässlich des 25. Todestages von Elisabeth Schwarzhaupt (am 29. Oktober 2011) deren Verdienste als Frauenpolitikerin. Die Juristin und CDU-Bundestagsabgeordnete aus Frankfurt wurde vor fast genau 50 Jahren als erste Frau Ministerin in einem Bundeskabinett. Bundeskanzler Konrad Adenauer übertrug ihr am 14. November 1961 das Gesundheitsressort. „Die Hessin hat mit dem Sprung ins Ministeramt, der auf massiven Druck der CDU-Frauen erfolgte, den Durchbruch für Frauen in die politische Führung erzielt und durch ihr mutiges Engagement Gleichberechtigungsgeschichte geschrieben. Sie trat inner- und überparteilich erfolgreich für die Belange und Rechte der Frauen ein und hat zukünftigen Generationen den Weg bereitet“, erklärte Landesvorsitzende Petra Müller-Klepper heute in Wiesbaden.

 

Elisabeth Schwarzhaupt begann ihr Engagement für die Gleichberechtigung als städtische Rechtsberaterin für Frauen in Frankfurt. Sie betätigte sich als Wahlkämpferin gegen die Frauenpolitik des Nationalsozialismus. „Sie war eine prägende Führungspersönlichkeit der christlichen Frauenbewegung“, betonte Müller-Klepper. 1945 trat Elisabeth Schwarzhaupt in die CDU ein. Von 1953 bis 1969 gehörte sie dem Deutschen Bundestag an. Sie engagierte sich besonders für die Reform des Ehe- und Familienrechts im Sinne der Gleichberechtigung. „Das erste Gleichberechtigungsgesetz von 1957, das u.a. das Letztentscheidungsrecht des Mannes in Familienangelegenheiten und sein Kündigungsrecht gegenüber dem Arbeitgeber der Frau gestrichen hat, trägt die Handschrift von Elisabeth Schwarzhaupt“, so Müller-Klepper. Ehe die Frankfurterin ins Ministeramt berufen wurde, war sie stellvertretende Vorsitzende der CDU-/CSU-Bundestagsfraktion. Sie war Vorsitzende des deutschen Akademikerinnenbundes und des deutschen Frauenrats.

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag