**Frauen Union ruft zur Teilnahme auf,  flächendeckendes Angebot in Hessen

Müller-Klepper: Frühe Diagnose erhöht Heilungschancen, kann Leben retten und Leid mindern

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Wiesbaden, 26. Juli 2008. Frauen in Hessen sollen verstärkt das Brustkrebs-Screening zur Vorsorge nutzen, das seit diesem Jahr flächendeckend angeboten wird. Hierzu hat die Frauen Union der CDU Hessen aufgerufen. Erst die Hälfte der Frauen zwischen 50 und 69 Jahren ist der Einladung zu diesem Programm zur Früherkennung von Brustkrebs mit Hilfe der Röntgenuntersuchung gefolgt, das kostenlos in Anspruch genommen werden kann. Die Reihenuntersuchung ist ein wichtiges Instrument, um durch frühzeitige Diagnose Leben zu retten und Leid zu vermindern, erklärte Landesvorsitzende Petra Müller-Klepper heute in Wiesbaden. Die derzeitige Beteiligung, mit der man europaweit gesehen unter dem Durchschnitt liege, müsse weiter gesteigert werden.

Brustkrebs sei die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. In Deutschland erkranken jährlich 57.000 Frauen neu an Brustkrebs, 17.500 von ihnen sterben an den Folgen. Die Heilungschancen sind umso höher, je früher die Erkrankung entdeckt wird, betonte die Landtagstagsabgeordnete. Eine regelmäßige Mammographie sei die wichtigste und qualifizierteste Methode zur Früherkennung von Brustkrebs.

Mit der flächendeckenden Einführung des Mammographie-Screenings in Deutschland haben alle Frauen von 50 bis 69 Jahren alle zwei Jahre Anspruch auf eine kostenlose Röntgenuntersuchung der Brust, wobei die Aufnahmen von mindestens zwei spezialisierten Ärzten begutachtet werden. Gerade Frauen dieses Alters sind besonders von Brustkrebs betroffen. Internationale Studien haben gezeigt: Die Sterblichkeit an Brustkrebs kann bei Frauen von 50 bis 69 Jahren deutlich gesenkt werden, wenn sie an dem Mammographie-Screening teilnehmen, so die CDU-Politikerin. Ziel sei es, Tumore in einem sehr frühen Stadium zu entdecken sowie bessere und schonendere Behandlungsmöglichkeiten einsetzen zu können.

Insgesamt gibt es im Gebiet der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen sechs Screening-Einheiten, die ganz Hessen abdecken, mit Standorten in Darmstadt, Rüsselsheim, Heppenheim, Hofheim, Frankfurt, Wiesbaden, Bad Homburg, Friedberg, Offenbach, Marburg, Fulda und Kassel. Darüber hinaus gibt es vier mobile Einheiten, die variabel an Standorten, insbesondere in Mittel- und Nordhessen eingesetzt werden.

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