Blick über den Tellerrand für junge Leute

Von Hanau, Bad Karlshafen und Hirschhorn, von Lorchhausen und Wanfried, von Kassel, Frankfurt und Darmstadt in die weite Welt – viele junge Menschen zieht es heute fast schon wie selbstverständlich rund um den Globus, um Erfahrungen im internationalen Umfeld zu sammeln. „Das ist für Hessen, Deutschland und Europa ein Glück, denn unsere globalisierte Gesellschaft benötigt nicht nur ungehinderte Warenströme, sondern auch Aufgeschlossenheit und Kreativität in den Köpfen ihrer Mitglieder, um als ‚Wissensgesellschaft‘ Deutschlands und Europas Wettbewerbsfähigkeit zu stärken“, sagt Srita Heide, MKK-Kreistagsabgeordnete aus Hanau und Vorsitzende der Arbeitsgruppe „Wirtschaft und Beruf“ der Frauen Union Hessen.

 

Die EU fördert diesen Wissenstransfer mit mehreren Mobilitätsprogrammen für die verschiedenen  Altersgruppen und Bildungsbereiche. Hierzu zählt unter anderem das Austauschprogramm „Erasmus“, das jedes Jahr 230.000 europäische Studenten nutzen. Nun soll noch mehr Europäern ein Blick über den Tellerrand ermöglicht werden: Ausgestattet mit 14 Milliarden Euro vereinigt „Erasmus+“ sämtliche Programme in den Bereichen Bildung, Jugend und Sport unter einem Dach und wird von 2014 bis 2020 mehr als vier Millionen jungen Menschen einen Aufenthalt in anderen EU-Staaten ermöglichen.

 

Welche Chancen sich jungen Leuten dadurch bieten, darüber informiert die Arbeitsgruppe „Wirtschaft und Beruf“ der Frauen Union Hessen am 18. Januar um 14.30 Uhr im Hotel Birkenhof in Hanau-Steinheim. Mit MdEP Doris Pack, Vorsitzende des (auch für Jugend, Medien und Sport) zuständigen Kultur- und Bildungsausschusses im Europäischen Parlament, konnte zudem eine hochkarätige Gastrednerin gewonnen werden, die das neue Programm wesentlich mitgestaltet hat. „Damit wird eine Erfolgsgeschichte europäischer Politik fortgeführt und weiterentwickelt“, so Doris Pack. Bewährtes sei erhalten und wichtige Neuerungen erreicht worden: „Erasmus-Stipendiaten können ihr Auslandsstudium künftig flexibler gestalten. Für Master-Studierende wird versuchsweise die Möglichkeit eingeführt, ein Darlehen zur Finanzierung ihres Studiums zu beantragen.“Eine ehemalige „Erasmus“-Stipendiatin aus dem Main-Kinzig-Kreis ist die CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Katja Leikert, die über ihre Erfahrung mit dem EU-Programm berichten wird.

 Das Programm unterstützt darüber hinaus über 125.000 Institutionen und Organisationen bei der Arbeit mit Fachkolleginnen und -kollegen in anderen Ländern, um die Bildungspraxis und Jugendarbeit weiterzuentwickeln und zu modernisieren. Zusammen tragen sie dazu bei, dass junge Menschen und Erwachsene die Fähigkeiten erhalten, die notwendig sind, um in der heutigen Welt erfolgreich zu sein. „Erasmus+“ ersetzt sieben Programme durch ein einziges, was den Zugang erleichtert. Änderungen der Programmrichtlinien machen die Bewerbung einfacher als zuvor.

 

Um Anmeldung für die Teilnahme an der Infoveranstaltung wird gebeten an:  fu@hessen.cdu.de oder per Fax 06181/5075832.

 

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