Innenminister Peter Beuth: „Hessen ist gut aufgestellt"

FU RTK: Die Frauenunion Rheingau-Taunus (FU RTK) lud alle interessierten Bürgerinnen und Bürger ein, über das brandaktuelle Thema Cybersicherheit zu diskutieren. Für die Diskussion konnten zwei ausgewiesene Experten, der Hessische Minister des Inneren und für Sport, Peter Beuth, sowie der Präsident des Cyber-Sicherheitsrates Deutschland, Hans-Wilhelm Dünn, gewonnen werden. Die Vorsitzende der Frauen Union Rheingau-Taunus, Kathleen Cahill, wies bei ihrer Begrüßung drauf hin, dass in einer zunehmend vernetzten Welt Cyber-Attacken, Störungen und IT-Ausfälle dramatisch zunehmen und weitreichende Risiken und Gefahren bergen. „Hiervon betroffen sind nicht nur Behörden und Unternehmen oder Betreiber von kritischen Infrastrukturen, wie etwa Stromnetz- und Internetprovider, sondern alle Bürger.“ so Cahill
Der Hessische Innenminister Peter Beuth erläuterte eingangs die Situation in Hessen zu dieser Thematik. So hat sich Hessen mit der Agenda Cybersicherheit@Hessen schon früh der Herausforderung im Bereich der Cybersicherheit aufgestellt. Neben dem Maßnahmenprogramm „ODIS“, das die IT-Sicherheit in Netzen und Systemen des Landes verbessert, anwendungsorientierter Forschungsförderung sowie dem Aufbau des „Hessen Competence Center für Cybersecurity“ (Hessen3C) unterstützt das Land die Kommunen durch kostenfreie Beratungs- und Unterstützungsangebote durch das „Kommunale Dienstleistungszentrum Cybersicherheit“ (KDLZ CS). „Sicherheit darf nicht vor dem Cyberraum enden. In Hessen bündeln wir deshalb unsere Anstrengungen unter dem Dach der Agenda‚ Cybersicherheit@Hessen‘. Dahinter verbirgt sich eine ganze Bandbreite an Maßnahmen, mit denen wir unsere Bürgerinnen und Bürger und die IT in unseren Kommunen schützen wollen. Hessen ist Vorreiter beim Thema Cybersicherheit. Wir haben frühzeitig mit zahlreichen Initiativen in unsere Zukunft und damit die Sicherheit investiert und bieten allen hessischen Kommunen Fachinformationen, um die IT-Infrastruktur vor Ort zu stärken“, so Innenminister Peter Beuth.
In einem beeindruckenden Vortrag machte der Präsident des Cyber-Sicherheitsrates, Hans-Wilhelm Dünn, auf die umfangreiche Gefahrenlage von Computerkriminalität in den unterschiedlichen Bereichen des täglichen Lebens aufmerksam. Als ein Beispiel nannte Herr Dünn, dass mittelständische Unternehmen bevorzugte Objekte sind. Beachtenswert sind nach seiner Schilderung die Methoden anderer Länder zur Bekämpfung dieser Bedrohung im Vergleich zu Deutschland. Schon in Schulen wird dort dieses Thema behandelt, um bereits Kindern das erforderliche Verständnis zu vermitteln.
In der anschließenden Diskussion ging Herr Dünn intensiv auf die gestellten Fragen ein. Er wies eindringlich darauf hin, dass sich Betroffene unbedingt an die Polizei wenden sollten, damit auch so ein Überblick über die Dimension etwaiger krimineller Aktivitäten gewonnen werden kann.
Die IT-Sicherheit und Cyber-Gefahrenabwehr müssen auch weiterhin ins Zentrum von Forschung und Strategie rücken. „Gleichzeitig müssen Politik, Wissenschaft und Wirtschaft gegen diese auf den ersten Blick unsichtbare Herausforderung ihre Kräfte bündeln.“ so Cahill
„Wir sind stolz, dass, wir zwei so hochkarätige Experten für dieses Thema gewinnen konnten“ betonte die FU Kreisvorsitzende in ihrem Schlusswort. In ihrem Dank an die Referenten und die Besucher schloss sie die Frauen Union Taunusstein ein, die sich für die Organisation der Veranstaltung mit Unterstützung der Jungen Union Taunusstein verantwortlich zeichnete. „Mit dem Aufgreifen der Thematik machte die FU RTK erneut deutlich, dass Frauenpolitik eine Querschnittsaufgabe ist, die in alle Politikfelder hineinreicht.“ so Cahill abschließend.
Der Taunussteiner Bürgermeister Sandro Zehner resümierte, dass man sich auch in Taunusstein der Problematik bewusst sei und intensiv daran arbeite, die entsprechenden Schritte zum Ausbau der Cyber-Sicherheit weiter voranzutreiben.

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