**Roland Koch und FU: Rechtsanspruch auf Wahlfreiheit

Frauen Union überreicht Ministerpräsidenten Strauß von Forderungen

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Langen. Die Frauen Union (FU) der CDU Hessen hat einen zügigen, bedarfsgerechten Ausbau des Betreuungsangebots für Kinder unter drei Jahre und die Einführung eines Betreuungsgelds für Eltern, die ihr Kind zu Hause betreuen, verlangt. Aus dieser und 25 weiteren frauen- und familienpolitischen Forderungen besteht der Strauß von Wünschen und Erwartungen, den die Vertreterinnen der 26 FU-Kreisverbände beim Landesdelegiertentag in Langen dem Hessischen Ministerpräsidenten und CDU-Landesvorsitzenden Roland Koch für die kommende Wahlperiode überreichten.

Es muss ein Rechtsanspruch auf Wahlfreiheit bestehen. Jede Familie soll den von ihr gewünschten Lebensentwurf verwirklichen können, erklärte die Landesvorsitzende Petra Müller-Klepper. Aufgabe der Politik sei es, die Rahmenbedingungen zu schaffen, dass die unterschiedlichen Wege beschritten werden könnten. Wir haben Respekt vor beiden Lebensmodellen. Wir wollen ein gelebtes Recht auf Wahlfreiheit. Das Betreuungsgeld muss auf der Tagesordnung bleiben, sicherte der Ministerpräsident den CDU-Frauen zu.

Die CDU-Frauen forderten eine Weiterentwicklung der ?modernen und zeitgemäßen, pragmatischen Frauen- und Familienpolitik der Regierung Koch. Sie sicherten dem Ministerpräsidenten engagierte Unterstützung im bevorstehenden Landtagswahlkampf zu, übermittelten aber zugleich ihre Erwartungen für die Landespolitik der nächsten fünf Jahre. Ihre 26 Vorschläge für konkrete Maßnahmen reichen von der Ausdehnung der Beitragsfreiheit auf alle Kindergartenjahre, die Einführung einer Kindergarteneingangsuntersuchung, den Ausbau der Kindergärten zu Familienzentren und ein flächendeckendes Angebot an Ganztagsschulen über ein Programm für Existenzgründerinnen, die Förderung der Teilzeitausbildung und eine Initiative Gleicher Lohn für gleiche Arbeit? bis hin zu einer verstärkten Bekämpfung von Verbrechen an Frauen, der Unterstützung der Gleichberechtigung von Migrantinnen und einer Initiative ?Wir helfen kinderlosen Paaren, in deren Rahmen die Adoptionsmöglichkeiten verbessert werden sollen.

Die Frauen Union mahnte und appellierte, das weibliche Element in der Hessen-CDU weiter zu stärken. Wir erheben einen klaren Anspruch und fordern das Teilen von Verantwortung und Macht ein. Hier ist die Gesamtpartei in der Pflicht. Sie muss ihr noch mehr und besser Rechnung tragen, verdeutlichte Petra Müller-Klepper.

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