**Frauen Union fordert zielgerechten Einsatz der Mittel für Kinder von Hartz IV-Empfängern

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Wiesbaden, 11. Oktober 2008. Die Frauen Union der CDU Hessen fordert, dass das Schulbedarfspaket für Kinder von Hartz IV-Empfängern in Form von Gutscheinen ausgegeben wird. Die geplanten 100 Euro, die zum Schulstart zur Verfügung gestellt werden sollen, müssen auch tatsächlich dem Kind zugute kommen. Die zweckorientierte Verwendung kann sichergestellt werden, wenn keine Barauszahlung erfolgt, sondern ein Gutscheinsystem eingeführt wird, erklärte Landesvorsitzende Petra Müller-Klepper heute in Wiesbaden.

Das Geld dürfe nicht sachfremd versanden, sondern sei zielgerichtet für Schulbedarf, Lernmittel und Klassenfahrten einzusetzen. So wie die Hessische Landesregierung durch die Zuteilung der Härtefonds-Mittel für die Mittagessenversorgung bedürftiger Kinder über die Schulen garantiert hat, dass das Geld direkt ankommt, muss auch hier ein entsprechendes Verfahren entwickelt und möglichst unbürokratisch umgesetzt werden.

Die Bundesregierung hat jüngst im Rahmen ihres Entlastungspakets für Familien beschlossen, dass bis zum 10. Schuljahr jeweils zu Schuljahresbeginn eine solche Unterstützung gewährt wird. Damit wird der Tatsache Rechnung getragen, dass derzeit Lernmittel nur unzureichend in den Hartz IV-Leistungen für Kinder berücksichtigt sind?, so die Landtagsabgeordnete.

Das Maßnahmenbündel komme jedoch nicht nur Hartz IV-Empfängern zugute, sondern stärke generell die Familien durch die geplante Kindergelderhöhung, Anhebung des Kinderfreibetrags und die verbesserte steuerliche Absetzbarkeit für Kinderbetreuung und haushaltsnahe Dienstleistungen. Dies bedeutet eine spürbare Entlastung und mehr Geld im Portemonnaie für die Familien, unterstrich die Sozialpolitikerin. Erfreulich sei, dass die Union eine Staffelung durchgesetzt und das Kindergeld ab dem dritten Kind noch deutlicher erhöht werde. Denn gerade bei kinderreichen Familien habe das Kindergeld eine Armut vermeidende Wirkung.

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