**Anrechnung bei Rente verbessern – Rentenlücke von 59 Prozent! **

Petra Müller-Klepper: „Sorgearbeit ist wertvolle Leistung für die gesamte Gesellschaft“

Wiesbaden, 8. März 2012. Die Frauen Union der CDU Hessen fordert eine verbesserte Anerkennung der Sorgearbeit in der Rentenversicherung. Anlässlich des Internationalen Frauentags, der am 8. März begangen wird, erklärte die Landesvorsitzende der hessischen Frauen Union Petra Müller-Klepper: „Frauen haben im Erwerbsleben noch keine Gleichberechtigung erreicht, weil sie im Durchschnitt 23 Prozent weniger verdienen als Männer und in den Führungsetagen noch zu wenig vertreten sind. Hier muss sich dringend etwas ändern. Um tatsächliche Gleichstellung zu erreichen, darf dabei das zweite große Handlungsfeld nicht aus dem Blick rücken: die dringend notwendige Anerkennung und Aufwertung der Familienarbeit, sei es die Kindererziehung oder Pflege, die in der Hauptsache von Frauen erbracht wird. Hier leisten Frauen wertvolle, unbezahlte Arbeit für die gesamte Gesellschaft, die sich in der Altersversorgung angemessen niederschlagen muss.“

Die Entgeltlücke von 23 Prozent zwischen den Erwerbseinkommen von Frauen und Männern finde im Alter ihre Fortsetzung durch den Gender Pension Gap. „In Deutschland beziehen Frauen um 59,6 Prozent geringere eigene Alterssicherungseinkommen als Männer. Geschlechtsspezifische Nachteile im Lebensverlauf finden nicht nur in geringeren Erwerbseinkommen von Frauen ihren Niederschlag, sondern auch in der Rente, die in Deutschland stark an den vorherigen Erwerbseinkommen anknüpft“, betonte die Vorsitzende.

Die Ursachen für die Rentenlücke seien in den unterschiedlichen Lebensverläufen von Frauen und Männern zu suchen. Gerade ältere Frauen hätten lange familienbedingte Lücken im Erwerbsverlauf. „Kindererziehung bedeutet für Frauen nicht nur Unterbrechung der Erwerbstätigkeit, sondern häufig auch langjährige Teilzeitarbeit und geringere Aufstiegschancen im Beruf. Dies hat geringere Erwerbseinkommen und geringere Rentenanwartschaften zur Folge.“ 

Etwa 90 Prozent der familienbedingten Erwerbsunterbrechungen erfolgen aufgrund von Kindererziehung. „Deshalb fordert die Frauen Union die Anrechnung von weiteren zwei Entgeltpunkten für künftige Rentnerinnen für Kindererziehungszeiten für vor 1992 geborene Kinder“, so die CDU-Politikerin.
Darüber hinaus müssten auch die Zeiten, die für die häusliche Pflege von Angehörigen aufgebracht werden, stärker in der Rentenversicherung berücksichtigt werden. Die Anrechnung für Zeiten der Pflege müssten denen der Kindererziehung gleichgestellt werden. „Gleiches muss gleich behandelt werden. Frauen sollen im Alter genauso abgesichert sein wie Männer“, schließt Petra Müller-Klepper.

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