**Petra Müller-Klepper: „Gestaltungskompetenz der Frauen wird zu wenig genutzt“

Frauen Union wirbt für Verbesserung durch Kommunalwahl 2011 **

Großen-Buseck. In Hessen sollen künftig mehr Frauen die Kommunalpolitik mitgestalten. Dieses Ziel verfolgt die Frauen Union (FU) der CDU Hessen mit Blick auf die Kommunalwahl am 27. März 2011. „Die Frauen sind in den kommunalen Gremien noch weniger vertreten als in den Gremien auf Bundes- und Landesebene. Nur 18,7 Prozent der Mitglieder, die die CDU derzeit in die Gemeindevertretungen und Stadtverordnetenversammlungen entsendet, sind Frauen. Diese Situation ist stark verbesserungsbedürftig“, erklärte Landesvorsitzende Petra Müller-Klepper beim Kommunalwahlkongress in Großen-Buseck. Unter dem Motto „Kommunen sind auch weiblich“ trafen sich dort Kandidatinnen aus ganz Hessen, die sich bei der Kommunalwahl im Frühjahr für die CDU um ein Mandat bewerben.

„Aus der einstigen Männerdomäne muss noch mehr ein stimmiges Abbild unserer Gesellschaft werden. Die Kommunalpolitik braucht mehr Frauen“, forderte Jutta Nothacker, 1. Kreisbeigeordnete und CDU-Landratskandidatin im Rheingau-Taunus-Kreis. Frauen könnten mit ihrer Sachkompetenz und emotionalen Intelligenz wichtige Lösungsansätze gerade für die aktuellen Herausforderungen wie die demographische Entwicklung, die Integration, Bildungs- und Betreuungsinfrastruktur beitragen.

„Gerade in der Kommunalpolitik ist die Kompetenz und Erfahrung von allen Bürgerinnen und Bürgern gefragt. Sie ist ein viel zu wichtiges Feld, um es einer bestimmten Gruppe zu überlassen“, betonte Claudia Wesner, stellvertretende FU-Landesvorsitzende, die den Kongress mit einer Projektgruppe auf die Beine gestellt hatte. Trotz des starken bürgerschaftlichen Engagements von Frauen in vielen Bereichen der Gesellschaft fehle es gerade an ihrer Mitwirkung auf der politischen Ebene, die die örtlichen Bedürfnisse am meisten berühre, wo die Entscheidungen getroffen würden und die meisten Gestaltungsmöglichkeiten gegeben seien.

Quorum zeigt Wirkung

Der Verlauf der Listenaufstellung für die Kommunalwahl ruft bei den CDU-Frauen vorsichtigen Optimismus hervor. „Die CDU-Verbände in Hessen bemühen sich intensiv, ausreichend Kandidatinnen zu gewinnen, damit jeder dritte Platz mit einer Frau besetzt werden kann. Das Quorum wirkt“, berichtete Petra Müller-Klepper. Zudem setzt die Frauen Union darauf, dass weibliche Kandidaten auf den Listen nach vorne kumuliert und panaschiert werden. „Werben Sie authentisch für sich und die Inhalte, für die Sie stehen“, riet die Frankfurter Sozialdezernentin Prof. Dr. Daniela Birkenfeld den Frauen.

Staatssekretärin Petra Müller-Klepper ermunterte die Kandidatinnen, auch Verantwortung in der Führung zu übernehmen. „In den über 400 hessischen Kommunen sind gegenwärtig nur 32 CDU-Fraktionsvorsitzende weiblich.“ Analog gestalte sich die Situation im Hauptamt an der Spitze der Rathäuser. Die CDU-Vertreterinnen auf den Chefsesseln wie die Frankfurter Oberbürgermeisterin Dr. Petra Roth zeigten eindrucksvoll, dass Frauen den Kommunen neue Perspektiven erschließen könnten. „Frauen führen anders, aber genauso erfolgreich wie Männer.“

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