Frauen Union wirbt für Trendwende bei Kommunalwahl

Petra Müller-Klepper: „Gestaltungskompetenz der Frauen wird zu wenig genutzt“

 

Liederbach. In Hessen sollen mehr Frauen die Kommunalpolitik mitgestalten. Dieses Ziel verfolgt die Frauen Union (FU) der CDU Hessen mit Blick auf  die Kommunalwahl am 6. März 2016. „Nur 20,3 Prozent der Mitglieder, die die CDU derzeit in die Gemeindevertretungen und Stadtverordnetenversammlungen entsendet, sind Frauen. Diese Situation ist stark verbesserungsbedürftig“, erklärte Landesvorsitzende Petra Müller-Klepper beim Kommunalwahlkongress in Liederbach (Main-Taunus-Kreis). Unter dem Motto „Starke Frauen – starkes Hessen“ trafen sich dort Kandidatinnen aus ganz Hessen, die sich bei der Kommunalwahl im Frühjahr für die CDU um ein Mandat bewerben.

 

„Die Kommunalpolitik braucht mehr Frauen“, forderte die Landtagsabgeordnete.  Frauen könnten mit ihrer Sachkompetenz und emotionalen Intelligenz wichtige Lösungsansätze gerade für die aktuellen Herausforderungen wie die demographische Entwicklung, die Integration, Bildungs- und Betreuungsinfrastruktur beitragen.

 

„Gerade in der Kommunalpolitik ist die Kompetenz und Erfahrung von allen Bürgerinnen und Bürgern gefragt. Sie ist ein viel zu wichtiges Feld, um es einer bestimmten Gruppe zu überlassen“, betonte die CDU-Politikerin. Trotz des starken bürgerschaftlichen Engagements von Frauen in vielen Bereichen der Gesellschaft fehle es gerade an ihrer Mitwirkung auf der politischen Ebene, die die örtlichen Bedürfnisse am meisten berühre, wo die Entscheidungen getroffen würden und die meisten Gestaltungsmöglichkeiten gegeben seien.

 

Quorum zeigt Wirkung

Der Verlauf der Listenaufstellung für die Kommunalwahl ruft bei den CDU-Frauen vorsichtigen Optimismus hervor. „Die CDU-Verbände in Hessen bemühen sich intensiv, ausreichend Kandidatinnen zu gewinnen, damit jeder dritte Platz mit einer Frau besetzt werden kann.  Das Quorum wirkt“, berichtete Petra Müller-Klepper. Zudem setzt die Frauen Union darauf, dass weibliche Kandidaten auf den Listen nach vorne kumuliert und panaschiert werden.

 

Die Landesvorsitzende ermunterte die Kandidatinnen, auch Verantwortung in der Führung zu übernehmen. „Frauen führen anders, aber genauso erfolgreich wie Männer.“  In den über 400 hessischen Kommunen sind gegenwärtig nur 39 CDU-Fraktionsvorsitzende weiblich. 

 

 

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