Frauen Union fordert Verankerung im Koalitionsvertrag: 

Petra Müller-Klepper: „Mütterrente ist keine soziale Wohltat, sondern ein Beitrag zur Gerechtigkeit“

 

Die CDU-Frauen in Hessen pochen auf Verbesserungen der Rente von Müttern, die vor 1992 ihre Kinder bekommen haben, und fordern deren Verankerung im Koalitionsvertrag, der derzeit in Berlin verhandelt wird. „Die Mütterrente ist weder eine Wohltat noch ein Sozialprogramm, sondern eine Frage der Rentengerechtigkeit. Auch die Lebensleistung der Frauen, die vor 1992 Kinder geboren haben, muss angemessen honoriert werden“, erklärte die Landesvorsitzende der Frauen Union der CDU Hessen, Petra Müller-Klepper, heute in Wiesbaden. Derzeit werden jungen Müttern drei Entgeltpunkte pro Kind in der gesetzlichen Rentenversicherung angerechnet. Ältere Mütter mit vor 1992 geborenen Kindern bekommen nur einen Entgeltpunkt.

 

Petra Müller-Klepper stellte klar: „Die Mütterrente ist fest im Regierungsprogramm von CDU und CSU verankert. Sie ist Topthema und gehört zu den wichtigsten Projekten, deren Umsetzung eine hohe Priorität hat. Ab 2014 soll Müttern (bzw. Vätern) für jedes vor 1992 geborene Kind zusätzlich ein Entgeltpunkt in der gesetzlichen Rentenversicherung angerechnet werden. Über 6 Millionen Mütter werden davon profitieren.“ 

 

Frauen mit vor 1992 geborenen Kindern hätten noch längere Zeit wegen der Kindererziehung im Beruf ausgesetzt und auf vieles verzichtet. Je mehr Kinder erzogen wurden, desto geringer sei in der Regel die eigene Rente. „Zugleich gelten für diese Generation bereits die Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre, die Absenkung des Sicherungsniveaus in der gesetzlichen Rentenversicherung sowie Änderungen bei der Hinterbliebenenrente und im Unterhaltsrecht“, gab die Staatssekretärin zu bedenken.Derzeit hätten Frauen im Durchschnitt ein eigenes Alterseinkommen in Höhe von 645 Euro im Monat, das seien 59,6 Prozent weniger als bei Männern.

 

„Die Mittel für die Finanzierung der Mütterrente sind vorhanden. Die Rentenkasse ist gut gefüllt und bietet genügend Spielraum“, so die Staatssekretärin.Zudem werde seit 1999 seitens der Bundesregierung für die Anrechnung von Kindererziehungszeiten Jahr für Jahr mehr in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt, als aktuell an Mütter an Rente für Kindererziehungszeiten ausgezahlt werde. Allein im Jahr 2010 habe dieser Bundeszuschuss bei 11,6 Milliarden Euro gelegen, die Ausgaben der Rentenversicherung für Kindererziehungszeiten hätten dagegen nur rund 6,2 Milliarden Euro betragen. Die Differenz zwischen Beitragszahlung und Rentenzahlung für Kindererziehungszeiten habe 2010 bei 5,4 Milliarden Euro gelegen. Mit diesem Betrag sei die Rentenversicherung durch den Bund subventioniert worden, ohne dass dies Rentnerinnen zu Gute gekommen wäre.

 

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