**Müller-Klepper: Steigende Inanspruchnahme der Elternzeit durch Männer dokumentiert Trendwende

Frauen Union fordert: Mehr Engagement durch Ausweitung der Vätermonate ermöglichen

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Die Frauen Union der CDU Hessen hat eine Ausweitung der Vätermonate beim Elterngeld gefordert. Die rege und steigende Inanspruchnahme der Elternzeit durch Männer und insbesondere der zwei Partnermonate zeigt, dass Väter bereit sind, die Familienarbeit zu übernehmen, wenn die finanziellen Rahmenbedingungen stimmen und sie nicht mehr als Weicheier verunglimpft werden, erklärte Landesvorsitzende Petra Müller-Klepper heute in Wiesbaden.

Der gesetzliche Anspruch auf die beiden zusätzlichen Partnermonate, aber auch die deutlich verbesserten finanziellen Leistungen setzten einen Anreiz und hätten eine Trendwende eingeleitet. Der Staat hat ein klares Signal gegeben, dass Männer diese Babyzeit einfordern können und dieses Engagement ausdrücklich erwünscht ist. Sie trauen sich zunehmend, ihren Wunsch, Familienarbeit zu leisten, in die Tat umzusetzen, so die Landtagsabgeordnete. Auch von Seiten der Unternehmen finde das Elterngeld immer mehr Unterstützung. Vor dem Start des Elterngeldes befürworteten 48 Prozent der Betriebe berufliche Auszeiten von Vätern. Heute sind es 61 Prozent.

Während der frühere Erziehungsurlaub nur von rund drei Prozent der Väter in Anspruch genommen wurde, werden das Elterngeld und die Elternzeit in Hessen von 10,3 Prozent der Männer genutzt. Die Zahl der Anträge von Männern ist während des Jahres 2007 konstant gewachsen, so die Sozialpolitikerin. 60 Prozent beantragten das Elterngeld für die zwei Partnermonate, mit denen sich die Elternzeit von 12 auf insgesamt 14 Monate erhöhen lässt. 18 Prozent setzten zwölf Monate im Job aus. Es ist mit einem weiteren Anstieg zu rechnen, prognostizierte Müller-Klepper. Nach einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach wolle ein Viertel aller Väter Partnermonate beantragen. Bundesweit sei der Väteranteil nach den Angaben des Statistischen Bundesamts im ersten Quartal 2008 weiter gewachsen von 10,5 auf 12,1 Prozent.

Der Trend zur gesellschaftlichen Akzeptanz einer partnerschaftlichen Aufteilung der Familienarbeit und der Erwerbstätigkeit zwischen Mann und Frau müsse durch weitergehende politische Weichenstellungen beschleunigt werden. Konkret erfordert dies weitere Maßnahmen, die Vätern den Rücken stärken, ihnen mehr Engagement ermöglichen und auch ihnen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern. Dazu gehört ein Ausbau der Väterkomponente beim Elterngeld, betonte die Landtagsabgeordnete.

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