**Frauen Union: Mütter sind Managerinnen des Familienalltags

Wahlfreiheit statt Ideologie - für U3-Plätze und Betreuungsgeld

**

Die Frauen Union der CDU Hessen hat anlässlich des Muttertages, der am 11. Mai 2008 begangen wird, eine kritische Auseinandersetzung mit überholten Mutter-Klischees gefordert, die immer noch in der Gesellschaft verbreitet seien. ?Mit der Diskreditierung von berufstätigen Müttern als Rabenmüttern muss ebenso Schluss sein wie mit der Diffamierung von Frauen, die wegen der Erziehung ihrer Kinder zu Hause bleiben, als Heimchen am Herd, forderte Landesvorsitzende Petra Müller-Klepper heute in Wiesbaden.

Statt berufstätige Frauen und Hausfrauen gegeneinander auszuspielen und ihre Leistungen in ein schiefes Licht zu rücken, sei eine angemessene Anerkennung und Aufwertung des großen Einsatzes der Mütter für ihre Familien und damit für die Zukunft von Gesellschaft und Staat erforderlich. ?Mütter sind Managerinnen. Sie halten mit der Familie ein kleines Unternehmen erfolgreich am Laufen?, betonte die Landtagsabgeordnete. Ob gemeinsam mit dem Partner oder allein erziehend, ob in Kombination mit einer Erwerbstätigkeit oder als ausschließlich in der Familienarbeit Tätige - bei der Erfüllung dieser Aufgabe verdiene jede Form Akzeptanz und Unterstützung. Niemand darf abqualifiziert werden. Die Modelle sind verschieden, aber gleichwertig.

Frauen hätten das Recht, sich gemeinsam mit ihrer Familie für das Lebensmodell zu entscheiden, das ihren Vorstellungen und Möglichkeiten entspreche. Aufgabe von Politik und Gesellschaft sei es nicht, die eine oder andere Lebensform zu favorisieren, sondern die Voraussetzungen für die Wahlfreiheit zu schaffen und den Familien Planungssicherheit zu geben.

Das geschieht derzeit durch den massiven Ausbau der Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren, bei dem Hessen eine Spitzenposition unter den westdeutschen Flächenländern einnimmt, so die CDU-Politikerin. Denn bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf gebe es in diesem Bereich Defizite. Wenn diese aufgearbeitet seien, jungen Eltern damit die frühzeitige Rückkehr in den Beruf ermöglicht werde und 2013 eine Betreuungsplatzgarantie ab dem zweiten Lebensjahr gegeben werden könne, sei parallel die Einführung eines Betreuungsgeldes wichtig und richtig. Denn auch die Familien, die ihre Kinder unter drei Jahren zu Hause betreuen, verdienten finanzielle Unterstützung.

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag